Tanzmariechen Liana Wolf wirbelte bei „Fastnacht in Franken“ (SC-Tagblatt, 09.02.15)

Aktive aus Schwabach und dem Landkreis Roth bei Prunksitzung in Veitshöchheim

SCHWABACH / ALLERSBERG / SPALT - Bei der TV-Prunksitzung des Fastnachtsverbandes Franken in Veitshöchheim mit 48,1 Prozent Marktanteil und 3,9 Millionen Zuschauern waren Aktive aus dem Landkreis Roth und der Stadt Schwabach dabei.

Tanzmariechen Liana Wolf von der DJK Schwabach beim Schautanz.© Foto: Josef Sturm

Im Vergleich aller „Fastnacht in Franken“-Sendungen seit 1991 liegt damit die diesjährige Live-Übertragung aus den umgestalteten Mainfrankensälen in Veitshöchheim an erster Stelle. Auch diesmal waren die Original Allersberger Flecklashexen, die Spalter Fleckli sowie Tanzmariechen Liana Wolf von der DJK Schwabach dabei.

Ideenreich kostümiert

Garant für ein farbenfrohes Bild in den Mainfrankensälen, die zum Schluss der Sendung gar von „Kardinal“ Volker Heißmann eingeweiht wurden, waren die Flecklashexen und die Fleckli, die den ganzen Abend durchs Bild geisterten und Akteure und Promis begleiteten. Über die Bretter, die die Welt bedeuten, wirbelte die mehrfache deutsche Meisterin Liana Wolf beim Tanzmariechen-Medley. Sichtlich genoss das ideenreich kostümierte und geschminkte Narrenvolk das Geschehen im Saal. Für die Besucher der hinteren Reihen wäre eine höher gelegte Bühne sicher von Vorteil.

Apropos: Es lohnt sich trotz der 14 000 Bewerbungen um eine Eintrittskarte mitzumachen. Das bestätigte eine vierköpfige Familie aus Mitterteich, denen die Glücksfee hold war. Sie waren begeistert: „Es ist schon etwas ganz Anderes und Einmaliges, wenn man live dabei sein darf.“ Und natürlich war für sie als Oberpfälzer die Altneihauser Feierwehrkapelln der Favorit.

Auf der Elferratstribüne dabei war Otto Hausmann, der Präsident der KaGe Spalt. Er betrachtet es als große Ehre, im Elferrat neben Sitzungspräsident Bernd Händel und Bernhard Schlereth, dem Präsidenten des Fastnachtsverbandes Franken, dabei sein zu dürfen: „Das ist Champions League.“

So hoffen auch die Allersberger und die Gredinger Fastnachter, im nächsten Jahr wieder neben Hausmann und Marco Slabsche von der DJK Schwabach sowie Werner Kilian Platz nehmen zu dürfen. Letzterer gehört als stellvertretender Vorsitzender des Fastnachtsverbandes fest zum Elferratsgremium.

Als Gäste im Publikum aus der Region auszumachen waren unter anderem Norbert Saurborn und Sabine Stubenhofer, der Vorsitzende und die Sitzungspräsidentin des Allersberger Faschingskomitees, Landrat Herbert Eckstein mit seiner Frau Elke, Rundfunkrat Peter Hufe mit seiner Lebensgefährtin, die Schnabelbremsen aus Heideck, Claudia und Franz Rackl aus Allersberg sowie Mittelfrankenpräsident Peter Neubauer aus Schwabach.

Erstmals in Veitshöchheim dabei war Allersbergs neue Hexenmeisterin und Trainerin der Flecklashexen, Jessica Heim. Im Einsatz war sie mit der Hexentruppe bereits bei der Generalprobe am Donnerstag. „Beide Sitzungen waren super“, betonte sie. „Da bekommt man viele Eindrücke und kann auch Kontakte knüpfen und ein gutes Netzwerk aufbauen.

Viel zu tun gab es für die Allersberger und Spalter Brauchtumsfiguren, die 2014 noch von den Pumpernickeln der Gredonia unterstützt worden waren. Beim Auftakt, während der Livesendung und beim Finale standen die Flecklashexen und Fleckli im Rampenlicht. Sie begleiteten prominente Gäste — Ministerpräsident Horst Seehofer, Froschkönig Günther Beckstein, Gandhi Markus Söder und die bayerische Queen Barbara Stamm ebenso wie die Buchnesia-Garde, Waltraud und Mariechen oder Dreggsagg Michl Müller.

„Ma hat ma und ma hat ma net“

Zusammen mit seinem Chef, Friedenskämpfer Mahatma Gandhi (ma hat ma und ma hat ma net) kam erstmals Staatssekretär Albert Füracker aus dem Landkreis Neumarkt nach Veitshöchheim. Live mitverfolgen konnten das Spektakel auch die Zuschauer an den Bildschirmen zuhause und im Livestream auf BR.de.

Auf die Frage: „Wie war’s?“ verkündete dann Ministerpräsident Seehofer: „Ich lebe noch! Wir stellen viel an, drum müssen wir viel aushalten.“ Zum sechsten Mal sei er heuer da, „Veitshöchheim ist absolute Nummer eins in Bayern, Deutschland und Europa – es war fabelhaft, super,“ dankte er, ehe er sich von Michl Müller eine Zugabe, „seiner immer neuen Kreationen, die noch niemand gesungen hat“ wünschte.

Seit der ersten Fernsehsitzung 1988 ist Barbara Stamm dabei, und die „Fastnacht in Franken“ habe sich immer besser entwickelt. Man merkt, was die Künstler leisten, betonte die Politikerin.

Auch Dr. Kathrin Degmair, die Leiterin des BR-Studios Franken, dankte allen Ehrenamtlichen, dem Fastnachtsverband und den Akteuren des BR: „Es hat mir sehr, sehr gut gefallen, die wahnsinnige Stimmung des Publikums hat durch den Abend getragen. Dank an alle, ihr wart klasse.“

JOSEF STURM

09. Februar 2015