Presse - Archiv 2013
Willkommener Bundesvergleich (Schwabacher Tagblatt, 07.12.13)

Tanzmariechen und Garden der DJK schlugen sich in Höchberg ausgezeichnet

Beim Bundesoffenen Qualifikationsturnier im Karnevalistischen Tanzsport in Höchberg bei Würzburg hatte die DJK Schwabach für alle Altersklassen gemeldet – und alle Starter waren erfolgreich.
Theresa Herrmann
Theresa Herrmann wuchs mit Platz drei in Höchberg über sich hinaus und darf zur "Süddeutschen". Foto: oh

SCHWABACH/HÖCHBERG - Für die Tanzsportabteilung des DJK Schwabach war es das letzte Turnier vor der kurzen Weihnachtspause, bevor es Anfang Januar 2014 in die zweite Turnier-Saisonhälfte geht. Alle drei Garden und vier Tanzmariechen hatte die Schwabacher Crew in die Mainland-Sporthalle des Marktes Höchberg abgesandt. Die Konkurrenz war heftig, denn startberechtigt an Bundesoffenen Turnieren sind nicht nur regionale Vereine, sondern Aktive aus der ganzen Republik. So hatte man nicht nur den Vergleich der Franken unter sich wie vor kurzem beim Turnier in Schwabach. Eine Abschätzung, wie sich die gegenwärtigen Leistungen im Bundesvergleich darstellen, war durchaus gegeben.

Die an beiden Turniertagen zahlreich mit anwesende Fangemeinde war schon am frühen Samstagnachmittag in bester Feierlaune, als die Siegerehrung der Altersklasse Jugend stattfand. Die Youngsters der Jugendgarde hatte sich gegen zehn Garden durchgesetzt und landete am Ende auf Rang zwei. Der mittelfränkische Vizemeistertitel vor zwei Wochen hatte die "Kids" offensichtlich beflügelt. Mit neuer Saisonbestleistung freuten sich die 7- bis 10-Jährigen über ihren Pokal und die damit auch verbundene Qualifikation für das süddeutsche Halbfinale, da die erstplatzierte Tanzgarde bereits qualifiziert war.

Rekord und Rang drei

Doch damit nicht genug. Jugendtanzmariechen Theresa Herrmann, in den vergangenen beiden Turnieren jeweils unglückliche Vierte, wuchs an diesem Tag über sich hinaus. Persönlicher Punkterekord und Platz drei wurden ihr bescheinigt. 27 Mariechen hatte sie geschlagen, stand erstmals als Solistin auf dem Siegerpodest, vor ihr nur die amtierende Dritte der Deutschen Meisterschaft aus Landau und die fränkische Meisterin aus Röttenbach/Erlangen. Das hieß auch hier wie bei der Jugendgarde: Qualifikation für "Süddeutsche". Unerwartet aber völlig zu Recht!

Das Küken im Schwabacher Jugendteam, Tanzmariechen Emma Dann, mühte sich in diesem hochqualifiziertem Feld redlich und sammelt fleißig Erfahrungen für ihre zukünftige "Karriere". Sie konnte ihre bisherigen Leistungen bestätigen. Geärgert soll sie sich haben über sich, erzählte die tanzsportbegeisterte Mama. Das ist gut so, denn nur dann geht’s weiter aufwärts.

Nicht besten Tag erwischt

Nach der späten Mittagspause ging es in die nächste Runde zur Altersklasse der Junioren. Die 11- bis 15-Jährigen, die bekanntlich schwierigste Altersgruppe der "Teenies", hatten wohl allesamt nicht ihren besten Tag. Die Schwabacher, leider wie auch beim Turnier in Schwabach wieder mit Startnummer Eins, mühten sich zwar, aber es lief nicht rund. Das Ausruhen auf schon eingefahrene Erfolge wird bestraft. Obwohl als Mittelfranken-Vize und dritter Fränkischer Meister schon lange qualifiziert, gilt es immer wieder, mit voller Konzentration in ein neues Turnier zu starten. Nur Platz sechs und damit weit unter der nicht abgerufenen Qualität geschlagen.

Eine solche Einstellung kennt sie nicht: Liana Wolf, die 3-fache Deutsche Meisterin, war wieder der Blickfang des Samstages. Souverän, Bühnenpräsenz der Extraklasse. Die 480er Punkteserie bestätigt und wieder Platz eins. Selbst die zweit- und drittplatzierten Mariechen, die in der deutschen Rangliste derzeit auf den Plätzen vier und sieben liegen, konnten sie in Höchberg nicht im Ansatz gefährden. Geht Liana Wolf ihrem vierten Deutschen Meistertitel entgegen?

Am Sonntag war dann die höchste Alters- und Leistungsklasse dran. Die Teilnehmerzahlen in diesem Altersbereich sind besonders groß, so dass immer ein kompletter Wettkampftag damit ausgefüllt wird. Die DJK Schwabach stellt sich mit der Gemischten Garde und Tanzmariechen Sarah Dotzauer nun auch dieser Konkurrenz. Zahlenmäßig sind die Damen und Herren aus der Goldschlägerstadt zwar die kleinste Gruppe bei den "Gemischten", aber zwischen Qualität und Quantität können die Juroren sehr wohl unterscheiden. Und das taten sie auch korrekt. Die Schwabacher Gruppe ist mittlerweile seit der Zeit, als die Aktiven noch zusammen in der Jugendgarde tanzten, in und mit sich gewachsen. Die tänzerischen Leistungen sind hervorragend, die vertanzten Hebungen waren am Turnier noch etwas unsicher. Aber es reichte. Die "Großen" machten es den ganz "Kleinen" vom Samstag nach. Platz zwei hinter der Buchnesia aus Nürnberg und damit ebenfalls für die Süddeutschen Meisterschaften qualifiziert. Was für ein Wochenende. Drei "Qualis" fürs Halbfinale. Einmalig bisher in der jungen Geschichte der Tanzsportabteilung der DJK Schwabach.

Gemischte Garde der DJK Schwabach
Die Gemischte Garde der DJK Schwabach qualifizierte sich in Höchberg für die Süddeutsche Meisterschaft. Foto: oh

Persönliche Bestleistung

Die Freude sollte sich am Nachmittag fortsetzen, als die Topmariechen antraten. Sarah Dotzauer gehört hier noch zu den jüngsten. Beim Turnier in Schwabach hat sie sich schon respektabel präsentiert. Hier sollte es weitergehen und sie machte ihre Sache richtig toll. Mit einer persönlichen Bestleistung von 442 Punkten schob sie sich unter die ersten Zehn und war schlussendlich nur zwei Plätze von der Qualifikation entfernt. Was wird wohl die zweite Hälfte der Turniersaison im neuen Jahr bringen? Man darf gespannt bleiben, denn neben Sarah Dotzauer hat Cheftrainer Florian Zink mit Amelie Straußberger ein weiteres Tanzmariechen-Ass noch im Ärmel, das berechtigte Ambitionen für die Süddeutschen Meisterschaften hat.

Eines liegt der DJK-Tanzsportabteilung noch am Herzen. Im Bericht des Schwabacher Turniers hat sich, aus welchen Gründen auch immer, ein kleiner Fehlerteufel eingeschlichen, den wir gerne nachträglich berichtigen. Nicht fünf Mal den zweiten Platz hatten die Mädchen dort belegt, sondern zwei Meistertitel, drei Vizemeistertitel und einmal den dritten Rang.

Norbert Zink

 
9. Dezember 2013

 
Einmal fiel die "100" (Schwabacher Tagblatt, 23.11.13)

Schwabach "erlebte" die hohe fränkische Tanzkunst

Liana Wolf und Amelie Straußberger
Topleistungen in Schwabach. Bei den Mariechen überzeugten Liana Wolf (li.) und Amelie Straußberger (re.) Foto: oh
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SCHWABACH - Zwei Tage karnevalistischer Tanzsport pur in der Hans-Hocheder-Halle. Und diese Veranstaltung war wieder ein großartiger Erfolg. Sportliche Höchstleistungen der Aktiven, ein begeistertes Publikum und das gut eingespielte Ausrichterteam der Schwabanesen lieferten eine glanzvolle Darstellung dieser anspruchsvollen Sportart mit all ihren Facettenreichtum.

Nicht nur die gesamte Spitze des Fastnacht-Verbandes Franken war vertreten und honorierte damit die hohe Qualität der fränkischen Tanzkunst, sondern auch alle aus Franken stammenden amtierenden Deutschen Meister 2013 traten zum Bezirksvergleich an. Immerhin gingen im März dieses Jahres von den insgesamt 13 zu vergebenden Deutschen Meistertiteln fünf dieser Auszeichnungen in unsere Region - genauer gesagt nach Mittelfranken - und davon auch einer nach Schwabach durch Liana Wolf von der DJK (wir berichteten).

Starke Buchnesia

Absolut dominierender Verein war zum wiederholten Mal die Karnevalsgesellschaft der Buchnesia Nürnberg, die sich 13 Pokale mit ins Knoblauchsland nehmen durfte. Zweiterfolgreichster Teilnehmer war die aufstrebende Tanzsportabteilung des Karneval-Clubs "Die Besenbinder" aus Röttenbach bei Erlangen. Aber auch die im Vergleich zu den "alteingesessenen" Vereinen noch relativ junge Tanzsportakrobatik der DJK Schwabach stand sechsmal auf dem Treppchen, davon zwei Mal auf Platz zwei, drei Mal auf dem zweiten Rang und ein Mal auf dem Bronzeplatz - und rangierte damit im Gesamtklassement auf Position drei. Die gastgebenden Schwabanesen durften sich ebenfalls über einen dritten Platz bei den Schautänzen freuen.

Juniorengarde des Coburger Mohr
Die Juniorengarde des Coburger Mohr war ebenfalls sehr stark. Foto: Jainta
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Nichts anbrennen ließen die amtierenden Deutschen Meister. Sie sorgten auch für die sportlichen Highlights des Turniers. Egal ob das junge Tanzpaar Sarah Philips & Christian Müller und die weibliche Tanzsportgarde der Buchnesia, der fantastische Schautanz der Röttenbacher "Besenbinder" oder, wie es der Präsident des Bund Deutscher Karnevals immer wieder gerne betont, die Königinnen des Tanzes, die beiden Tanzmariechen Liana Wolf aus Schwabach und Bianca Dürrbeck aus Röttenbach waren. Sie alle sorgten bei ihren Darbietungen dafür, dass in der "ausverkauften" Hochederhalle absolute Stille herrschte, die danach in tosenden, langanhaltenden Beifallskundgebungen endete.

Persönliche Bestleistungen

Bei drei der Deutschen Meister purzelten auch die bisherigen persönlichen Punkterekorde: dem Buchnesiapaar und den beiden Meistermariechen. Den höchsten Punktezuwachs hatte dabei Liana Wolf, deren Wertung gleich zweimal vorgelesen wurde, weil sich eine Jurorin zwar nicht verrechnete, aber die falschen Tafeln hochhielt. Die absolut erlaubte und höchst selten gezeigte Höchstpunktezahl, die ein Juror vergeben darf, ist die "100". Sie fiel an diesem Wochenende, und soweit sich der Berichterstatter zurückerinnern kann, auch erstmals in Schwabach. Diese erhielt Bianca Dürrbeck für ihren herausragenden und derzeit in Deutschland sicher nicht zu toppenden Tanz.

An dieser Stelle darf aber keinesfalls nicht nur von den Stars der Szene sondern es muss auch von den vielen ganz jungen Tänzern und Tänzerinnen aus der Jugend und Juniorenklasse berichtet werden, die voller Ehrgeiz und Engagement ihre Leistungen abriefen und dem nicht nur begeisterten, sondern aber gleichwohl fachkundigem Publikum vorstellten. Der Saal honorierte sie alle mit dankenswertem Applaus. Hier nun einzelne Solisten oder Garden vorzustellen oder herauszuheben wäre ungerecht allen anderen gegenüber.

Juniorengarde der Schwabanesen
Sportlich lagen die Schwabanesen (hier die Junioren-Garde) zwar weit weg von den Medaillenrängen, aber als Organisatoren hat sich der Verein wieder Verdienste erworben. Foto: Jainta
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Kein Mangel an Nachwuchs

Festzustellen ist aber, dass es dem karnevalistischen Tanzsport nicht an Nachwuchs mangelt. Auch ist längst die Zeit vorbei, als man nur in der reinen Faschingszeit diese mittlerweile zum Hochleistungssport avancierte Sportart bewundern konnte. Von Anfang Oktober bis Ende März werden bundesweit Tanzturniere ausgerichtet. Qualifikationswettkämpfe, regionale bis hin zu deutsche Meisterschaften finden in dieser Sportart statt. Und auch außerhalb dieser Zeit zeigen die Sportler ihr Können bei vielfältigen Festen und Veranstaltungen. Der Deutsche Olympische Sportbund hat den karnevalistischen Tanz bereits vor vielen Jahren in seine große Sportlerfamilie aufgenommen.

Norbert Zink

 
4. Dezember 2013

 
Favoritensiege in der Schwabacher Hans-Hocheder-Halle (Schwabacher Tagblatt, 20.11.13)
Juniorengarde der KK Buchnesia Nürnberg
Juniorengarde der KK Buchnesia Nürnberg

Völlig losgelöst vom Tanzboden waren in dieser Szene nicht nur die Tänzerinnen der Juniorengarde von der KK Buchnesia Nürnberg, sondern auch die zahlreichen Zuschauer, die am Wochenende in der Schwabacher Hans-Hocheder-Sporthalle die gekonnten Vorführungen bei den Fränkischen und Mittelfränkischen Meisterschaften im Karnevalistischen Tanzsport verfolgten.

Vor allem der Samstag war gespickt mit Klasseleistungen. Die Juniorengarde der Buchnesia wurde dabei ebenso ihrer Favoritenrolle gerecht, wie Tanzmariechen Liana Wolf von der DJK Schwabach, die mit persönlicher Bestleistung von 483 Punkten (bislang 477) zum fünften Mal in Folge die Fränkische Meisterschaft nach Schwabach holte.

Aber auch die Schwabanesen als traditionelle Ausrichter dieser Mammutveranstaltung verdienten sich das Lob und den Respekt der vielen Gäste in der Halle. Bericht folgt in einer unserer nächsten Ausgaben.
F.: Jainta

 
5. Dezember 2013

 
Unerwartete Platzierungen (Schwabacher Tagblatt, 15.11.13)

Jugendgarde und Tanzmariechen der DJK Schwabach überzeugten

SCHWABACH/LEINFELDEN – Für die Altersklasse der Jugend (Jahrgänge 2003 bis 2008) fand am vergangenen Samstag das erste Tanzturnier statt. Wie in den Jahren davor hatte die Tanzsportabteilung der DJK Schwabach für das Turnier in Leinfelden-Echterdingen, an der südlichen Stadtgrenze Stuttgarts gelegen, ihre Aktiven gemeldet. Für die Schwabacher waren am Start die Jugendgarde sowie zwei Tanzmariechen, die im gut bestückten Teilnehmerfeld beachtenswerte Plätze belegten.

Emma Dann und Theresa Herrmann
Emma Dann (li.) und Theresa Herrmann schlugen sich in Leinfelden sehr beachtlich. Foto: Zink

Pünktlich um 5 Uhr war der Tross gepackt, zwei Stunden später sahen die meisten der neu formierten Jugendgarde erstmals eine Turnierhalle, in der nicht nur miteinander sondern auch gegen Konkurrenten getanzt werden sollte. Während man den Kindern keinerlei Nervosität anmerkte, waren die mitgereisten Mütter doch etwas aufgeregt. So dauerte es, bis die reservierten Saalplätze gefunden und eingenommen wurden.

Nach weiteren zwei Stunden Warten ging es dann endlich los. 13 Tanzsportgarden waren angereist. Mit der Startnummer 9 marschierte die DJK-Formation auf. Selbstsicher, als hätten sie nie was anderes gemacht, legten die Kleinen los. Zumindest war das in der ersten Hälfte ihrer Präsentation so. Irgendwann - dies war jedenfalls der Eindruck - merkten die Kinder, dass sie nicht alleine in einer Trainingshalle, sondern vor ein paar hundert begeisterten Zuschauern tanzten. Die Konzentration auf die einstudierte Choreografie ließ dadurch etwas nach, und man produzierte optische Ungenauigkeiten, die sich dann auch fortsetzten.

Alles nicht so schlimm, war ja das erste Mal. So gedacht, ist auch richtig. Dass sich allerdings 9-Jährige schon über sich selbst ärgern können, erwartet man als Erwachsener nicht. Denn auch der Konkurrenz ging es nicht anders, und so war die Schwabacher Garde am Ende nur um einen Punkt vom Treppchenplatz entfernt, auf dem undankbaren vierten Rang gelandet. In der darauf folgenden Mittagspause war der Ärger, so schnell er gekommen war, auch wieder verflogen. "Nächste Woche in Schwabach bei der Bezirksmeisterschaft passiert uns das sicher nicht", schwörten sich die Kinder ein.

Am Nachmittag waren die Tanzmariechen dran. Die imposante Zahl von 37 Starterinnen prophezeite ein mindestens 3-stündiges Spektakel. Zwei Mariechen hatte Trainer Florian Zink für dieses Turnier bestimmt: die 8-jährige Emma Dann und die 9-jährige Theresa Herrmann. Mit den Startnummern 30 und 31 hatten beide eine lange Wartezeit vor sich, und die macht müde. Co-Trainerin Hanna Eigner wusste dagegen ein gutes Hilfsmittel. Raus aus dem Turniergeschehen, in eine andere Halle und lockeres Aufwärmen.

Trainer-Trio wartet gespannt auf die Wertung
Gespannt wartet das Trainer-Trio der DJK-Schwabach auf die Wertung für die Juniorengarde. F.: Zink

Emma Dann, zwar nicht die ganz jüngste, aber Kleinste im Turnier, war unvorbelastet. Es war ihr erster Start überhaupt. Sie spielte gekonnt ihre Vorzüge aus, denn sie war einfach putzig. Das Publikum hatte sie auf ihrer Seite und der Applaus kam gleichstark von allen Rängen. Die Juroren honorierten dies entsprechend und gaben eine gute 80er Wertung, nachdem die akrobatischen Teile noch nicht ausgereift waren. Für Emma, die noch drei Jahre in der Altersklasse Jugend tanzen darf, ein wunderbarer Einstieg in diesen schönen Sport. Immerhin ließ sie 20 andere Mariechen hinter sich.

Die für ihr Alter schon groß gewachsene Theresa Herrmann hat bereits eine Saison Tanzerfahrung hinter sich. Entsprechend ist der durch sie vermittelte tänzerische Ausdruck. Fast fehlerlos absolvierte sie das Erlernte. Unsicherheiten waren zu keiner Zeit erkennbar. Jedoch fehlen ihr noch die turnerischen Highlights, die sie aber durch die ihre Gesamtpräsentation sehr gut überspielen kann. Die Wertung war deshalb für die Fachkundigen im Saal nicht überraschend, hatte sie im Vergleich zum vergangenen Jahr doch gut 30 Punkte mehr zugelegt und erreichte einen unerwarteten fünften Platz im Gesamtklassement. Diese Leistung war mehr als erfreulich und setzte der guten Stimmung in der DJK-Familie noch eins drauf.

Jetzt ins "Heimspiel"

Zuversichtlich blickt man deshalb auf das kommende Wochenende, wenn in Schwabach die Mittelfränkischen Meisterschaften im karnevalistischen Tanzsport in der Hans-Hocheder-Halle über die Bühne gehen werden. In der Altersklasse der Junioren geht es bei diesem Doppelwettbewerb sogar schon um die Fränkischen Meistertitel.

Norbert Zink

 
18. November 2013

 
Viele junge Tänzer (Nürnberger Nachrichten, 28.10.13)

Karnevalsvereine haben wenig Nachwuchssorgen

Consumenta 2013
Die zehnjährigen Tänzer Sarah Meyer und Oliver Binder haben Landtagspräsidentin Barbara Stamm (re.) einen selbst gebastelten Stern mitgebracht. Foto: Hippel

Zehnjährige Karnevalstänzer verrenken sich virtuos auf der Bühne. Und bald gibt es den ältesten Faschingsorden im Museum zu bewundern: Dass zur Fastnacht Tradition und Nachwuchsarbeit gehören, wurde auf der Medienbühne der Nürnberger Nachrichten auf der Consumenta deutlich.

Fasching: Da denken viele an Clownsnasen, lustige Hüte, Schunkelmusik und massentaugliche Scherze. Aber es steckt mehr dahinter: Zum Beispiel ein vielfältiges Vereinsleben.

Vereine klagen zunehmend über Nachwuchsmangel. Bei den fränkischen Karnevalsclubs scheint die Rekrutierung neuer Mitglieder dagegen noch zu funktionieren. Auf der NN-Medienbühne zeigten junge Tänzer aus der Region, was sie können.

Leichtfüßig springt die 12-jährige Liana Wolf von der DJK Schwabach über die Bühne. Sie ist dreifache deutsche Meisterin im karnevalistischen Tanzsport. Ob sie außer Atem sei, fragt der Moderator und NN-Redakteur Ulrich Rach Liana nach dem Auftritt. "Es geht so", antwortet das blonde Mädchen, das in Ansbach wohnt und dreimal pro Woche trainiert.

Auch die 18-jährige Bianca Dürrbeck vom Karneval-Club "Die Besenbinder" aus Röttenbach im Landkreis Erlangen-Höchstadt hat kürzlich die deutsche Meisterschaft gewonnen. Sie zeigte ebenfalls einen "Tanzmariechen"-Tanz. Begeistert war das Publikum in Halle 9 des Messezentrum auch von Sarah Meyer und Oliver Binder von der Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas. Beide Paartänzer sind erst zehn Jahre alt.

Bernhard Schlereth, Präsident des Fastnacht-Verbands Franken, ist stolz auf die erfolgreiche Nachwuchsarbeit seines Verbandes. Fast 100 000 Mitglieder zählt dieser inzwischen, darunter über 20 000 Jugendliche.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) sagt zum Thema Jugendarbeit: "Wenn man Kinder und Jugendliche für etwas begeistert, dann machen sie auch mit." Sie selbst ist seit vielen Jahren Stammgast bei der Fränkischen Fastnacht in Veitshöchheim. Von ihrer Heimatstadt Würzburg hat sie es nicht weit.

Doch Fasching ist nicht nur erfolgreiche Nachwuchsarbeit, sondern auch uraltes Brauchtum. Dieses lässt sich bald im Deutschen Fastnachtsmuseum in Kitzingen bewundern. "Dort sind die älteste Narrenkappe und der älteste Faschingsorden Deutschlands ausgestellt", sagt Schlereth. Das Museum öffnet - na wann wohl? Am 11.11. PHILIPP DEMLING

Hier noch ein paar Bilder von Privat
Consumenta 2013 Consumenta 2013 Consumenta 2013
 
09. November 2013

 
Die ersten Freudentränen sind bereits geflossen (Schwabacher Tagblatt, 26.10.13)

Die Junioren-Garde der DJK Schwabach schaffte zum Saisonstart in Mosbach

gleich die "Quali" für die "Süddeutsche"

Juniorengarde
Die Junioren der DJK Schwabach haben bei ihrem ersten Turnier in Mosbach schon mal das eine oder andere Ausrufezeichen gesetzt. Foto: oh
(zum Vergrößern bitte anklicken)

Nach der "Deutschen" ist vor der "Deutschen". Nach diesem Motto formierte Florian Zink, der Cheftrainer der DJK Schwabach, unmittelbar nach dem dritten Titelgewinn von Liana Wolf im März seine Garden und Solisten für die nächste Saison im Karnevalistischen Tanzsport. Es war nicht so leicht diesmal, denn viele Mädchen und Jungs mussten die Altersklasse wechseln. Es kam richtig Bewegung in die etablierten Gruppen, die nun doch über einige Jahre feste Teams bildeten.

SCHWABACH - Erstmals konnte bei der DJK Schwabach auch die Altersklasse Ü15 ins Leben gerufen werden, nachdem zwei Drittel der Juniorengarde aus Altersgründen dorthin hatten aufrücken müssen. Bislang gab es zwar schon Tänzer in diesem Altersbereich, aber eben nicht genügend, um eigene Teams zu Wettkämpfen entsenden zu können. Die Gemischte Garde hat sich in den vergangenen beiden Jahren damit beholfen, als Tanzsportgemeinschaft mit dem KC Röttenbach/Erlangen zusammenzuarbeiten (wir berichteten). Ein fruchtbares Projekt, das nicht nur von gegenseitigem Lernen geprägt war, sondern auch Freundschaften entstehen ließ. Sportlich war es erfolgreich, denn ohne diese Gemeinschaft hätte Florian Zink, der ja selbst noch tanzt und im 21. Jahr seiner Karriere steht, nicht Deutscher Meister 2013 im Schautanz werden können. Jetzt kann die Tanzsportabteilung der DJK im November mit einer eigenen Gemischten Garde ins Turniergeschehen eingreifen.

"Heinzelmännchen" im Stress

In den Altersklassen Jugend und Junioren wurde entsprechend aufgefüllt. Nachwuchs ist ja vorhanden, und so tanzen speziell in der neuen Jugendgarde jetzt bereits Kinder, die aus der vor über vier Jahren gegründeten tänzerischen Früherziehung herausgewachsen und unter qualitativer Anleitung aufgestiegen sind. Es war also in den vergangenen sechs Monaten viel Arbeit im Trainer- und Betreuerteam gefordert. Aber nicht nur fleißiges Üben war angesagt, sondern auch die unsichtbare Tätigkeit der "Heinzelmännchen", welche die die Turnierkostüme fast komplett neu erstellen und ändern mussten.

Im Juli, als fristgebunden alle Turniere gemeldet werden mussten, da war alles noch so weit entfernt, aber dann war er da - der erste Wettkampf. Die Junioren wurden als erste auf die Reise geschickt. Es ging diesmal noch nicht so weit, nur rund 170 Kilometer nach Mosbach an den Neckar. Nervös waren sie alle. Auch die mitgereiste, unerwartet große Fangemeinde. Die Startnummer 16 war für die Schwabacher gezogen. Angetreten waren 18 Garden. Nach zwei Stunden dann das Ergebnis. Zweiter Platz, ein schöner Pokal mit Urkunde, aber auch ein kleiner gelber Zettel, der die sowieso schon vorhandene Freude in Riesenjubel umwandelte und bei manchem Mädchen auch Tränen auslöste - es war die Qualifikationsbescheinigung für die "Süddeutsche" am 22. März 2014 in Mannheim. Bis dahin sind aber noch einige Turniere zu bestreiten, unter anderem die Mittelfränkischen und Fränkischen Meisterschaften.

Trainer Florian Zink und seine beiden Gardebetreuerinnen Elena Wolf und Tanja Kunz, alle drei zwar routiniert, aber ob des zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwarteten Erfolgs doch gerührt, waren sich einig, dass diese "neue" Juniorengarde Potenzial nach oben hat. Die langjährige Ausbildung trägt Früchte. Trotz allem entgingen dem geübten Trainerauge etliche Kleinigkeiten nicht, die es auszumerzen gilt. Das Ziel soll ja die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft sein.

Unterordnen in der Garde

Dieses Ziel hat aber eine schon erreicht. Die 3-fache Deutsche Meisterin Liana Wolf, die natürlich auch in der Garde mittanzt und sich dort bravourös unterordnet, hat als Tanzmariechen mit ihrem Titelgewinn das Finale bereits sicher erreicht und ist dort gesetzt. Trotzdem ist es erforderlich, dass sie auch an laufenden Turnieren startet, um ihr Können zu stabilisieren und auch der Konkurrenz anzudeuten: hier bin ich, und um mich kommt ihr nicht so einfach herum. So war es dann auch in Mosbach. Drei Stunden nach der Juniorengarde stand Solistin Liana Wolf am Start. 42 Tanzmariechen hatten gemeldet. Liana ließ mit Startnummer 10 die vor ihr bereits bewerteten Konkurrentinnen mit fast 30 Punkten Differenz hinter sich. Der Saal tobte, erzielte sie doch schon am ersten Turnier die Punktewertung, die sie zuletzt an der "Deutschen" erreicht hatte. Und dann begann ein 2-stündiges Warten. Als die letzte der 37 Mariechen die Bühne verlassen hatte, stand Liana wieder ganz oben. Platz eins, wenngleich eine Konkurrentin ihr mit nur sechs Punkten Abstand sehr nahe kam.

Das nächste Turnier wird in zwei Wochen in Leinfelden-Echterdingen über die Bühne gehen. Dort werden dann erstmals die Jugendgarde und ihre Tanzmariechen ins Geschehen eingreifen. Die Altersgruppe Ü15 wird erstmals am Mittelfränkischen Bezirksturnier ihr Können unter Beweis stellen können. Dieses findet Mitte November in Schwabach statt.

Norbert Zink

 
3. November 2013

 
Großer Bahnhof für die "Königin der Tänzer" (Schwabacher Tagblatt, 30.07.13)

Empfang für die 3-fache Deutsche Meisterin Liana Wolf von der DJK Schwabach - Im offenen Cabrio

SCHWABACH - Sie ist erst elf Jahre alt, aber mit drei Deutschen Meistertiteln bereits das Aushängeschild der DJK Schwabach. Liana Wolf ist im März zum dritten Mal in Folge zum besten Tanzmariechen Deutschlands gekürt worden. Die Tanzsportabteilung in der DJK Schwabach hat sie deshalb bei einem Fest im Garten der Limbacher Gethsemane-Kirche hoch leben lassen. Nikolaus Schmidt, Präsident der DJK-Sportler in der Diözese Eichstätt, verlieh ihr dabei das DJK-Sportabzeichen in Bronze.

Nicht nur die Vorstandsmitglieder der DJK Schwabach ehrten am Samstag die 3-fache Deutsche Meisterin Liana Wolf (Zweite von rechts) bei einem Empfang der Tanzsportabteilung. Foto: Schmitt
Nicht nur die Vorstandsmitglieder der DJK Schwabach ehrten am Samstag die 3-fache Deutsche Meisterin Liana Wolf (Zweite von rechts) bei einem Empfang der Tanzsportabteilung. Foto: Schmitt

Pokal für den Trainer

Doch nicht nur die Sportlerin wurde ausgezeichnet, auch sie selbst überreichte einen Pokal. "Er ist der tollste Trainer der Welt“, stellte Liana ihrem Coach Florian Zink ein überragendes Zeugnis aus. Der 28-jährige stammt aus Schwabach, ist Mitgründer der Tanzsportabteilung in der DJK und gilt als Vater des Erfolgs der hochtalentierten Liana.

Zink war selbst erfolgreicher Karnevalstänzer. "Bei ihr stimmt einfach alles: Bewegung, Musikalität, künstlerischer Ausdruck, und sehr ehrgeizig und fleißig ist sie auch noch", hieß es unter den Mitgliedern der DJK-Tanzsportabteilung, die bei der Feier nicht alleine blieben. Mit dem Vorsitzenden Helmut Gruhn, Stellvertreter Thomas Scheiner und Kassier Roland Bierlein war fast die gesamte Spitze des Stadtverbands der Schwabacher Turn- und Sportvereine vertreten.

"Sport vom Feinsten"

DJK-Chef Paul Jainta und sein Stellvertreter Peter Ohlhaut hatten es sich ebenfalls nicht nehmen lassen zu kommen. "Liana bietet Sport vom Feinsten", sagte Paul Jainta und vertrat die Auffassung, Schwabach könne sich glücklich schätzen, in ihr eine so erfolgreiche Botschafterin zu besitzen. "Du bis die Königin der Tänzer im Verein", sagte Jainta, der sogar eine Neuinterpretation des Vereinsnamens ins Spiel brachte. "DJK könnt in Zukunft auch ,Die jungen Karnevalisten‘ heißen", erklärte der Vereins-Boss.

Im offenen Cabrio

Liana Wolf war von ihren Abteilungskollegen angemessen empfangen worden. Im offenen Cabrio fuhr sie durch ein Fahnenspalier. Auf einem Podest mit Deutschlandfahne wurde sie heftig gefeiert. Daneben waren die drei großen Pokale samt Scherpen der Deutschen Meisterschaften aus den Jahren 2011, 2012 und 2013 aufgereiht. Elena und Eduard Wolf waren ebenso stolz auf ihre Tochter wie die Abteilungsleiterin Barbara Dotzauer.

ROBERT SCHMITT

 
30. Juli 2013

 
Kurzweiliger "Tag der Jugendverbände" mitten in der Stadt (Schwabacher Tagblatt, 08.07.13)

Mit dem Degen duellierten sich beim Tag der Jugendverbände in Schwabach auch die Politiker der Stadt. Die Gefechte der Herren verliefen durchaus spannend und knapp.  Foto: Schmitt  SCHWABACH - „Endlich Wettkampf“, werden sich manche beim Tag der Jugendverbände gedacht haben. Im politisch sonst so harmonischen Schwabach traten bei der Leistungsschau des Stadtjugendrings Politiker mit dem Degen gegeneinander an.

Adrian Derr, Trainer in der Fechtabteilung des TV 48 Schwabach und Kreisvorsitzender der Jungen Union, hatte alle Stadtrats-Parteien zum Fechtduell eingeladen.

Spannende Gefechte

Auf der Planche vor dem Schönen Brunnen kämpfte der Schwabacher Landtagsabgeordnete Karl Freller (CSU) gegen seinen Parteifreund und Bundestagsabgeordneten Michael Frieser. Dann trat Bezirksrat Peter Forster (CSU) gegen Peter Reiß, seinen SPD-Herausforderer aus Schwabach, an. Beide Gefechte verliefen spannend und endeten jeweils 5:4.

Da war sie dann wieder, die Schwabacher Harmonie. Die SPD durfte einmal siegen. Michael Frieser hielt den Landtag in Schach, Peter Reiß den Bezirkstag.

Viel los auf der Bühne

Der Tag der Jugendverbände war einmal mehr eine großartige Schau der Arbeit in den Jugendabteilungen der Vereine und Organisationen Schwabachs. Auf dem gesamten Markplatz demonstrierten die Jugendverbände ihre Angebote ebenso wie ihre Leistungsträger. Auf der Bühne war Spektakuläres zu sehen: Dort kamen karnevalistischer Tanz, Taekwondo und Kunstradfahren zum Zuge.

Junioren-Tanzmariechen der DJK Schwabach Liana Wolf. Foto: Schmitt Junioren-Tanzmariechen der DJK Schwabach Liana Wolf. Foto: Schmitt Die Ü-15 Garde der DJK Schwabach mit Cheftrainer Florian Zink. Foto: Schmitt

Die Nachfrage war bis in den Nachmittag hinein enorm. Dank des blendenden Wetters hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Verbände alle Hände voll zu tun.

Die Kids waren begeistert. Bogenschießen bei den Schützen, Dosenwerfen bei den Jusos, auf rollenden Brettern balancieren bei den Kampfsportlern oder Trompete spielen bei der Schwabacher Blasmusik. Mitmachen und Ausprobieren war angesagt.

Diesmal hatte der Tag der Jugendverbände gewissermaßen zwei Teile. Auf dem Martin-Luther-Platz bildeten die Hilfe- und Rettungsorganisationen erstmals eine eigene Abteilung. Die Freiwillige Feuerwehr Schwabach, das THW, das Rote Kreuz und die Wasserwacht erklärten Fahrzeuge und Ausrüstung. Erfahrene ehrenamtliche Einsatzkräfte erzählten aus ihrem Helferalltag. Die Wasserwacht machte es besonders authentisch. Sie tauchte ab und ließ zur Freude des Nachwuchses häufig das Becken blubbern.  

ROBERT SCHMITT

18. Juli 2013

 
Tanzsportabteilung setzt Entwicklung fort (Schwabacher Tagblatt, 23.03.13)

Bei der DJK Schwabach wurde jetzt die dritte und letzte Altersklasse integriert - Garde sucht Verstärkung

SCHWABACH - Karnevalistischer Tanzsport. Was ist das eigentlich? Eine Frage, die in Deutschland ganz unterschiedlich beantwortet wird. Vielen Menschen entlockt diese Frage oft nur ein nüchternes Lächeln, gefolgt von Aussagen wie "Ach, die Funkenmariechen" oder "Das sind doch diese Hupfdohlen mit den lustigen Hüten".

Diese Antworten treiben Deutschlands Tänzern und Trainern und all denen, die sich ein bisschen mit dem Karnevalistischen Tanzsport auskennen, die Tränen in die Augen, denn sie beantworten diese Frage ganz anders! Für sie ist eines ganz klar: Karnevalistischer Tanz ist Sport - und in vielen Vereinen Deutschlands sogar Leistungssport, denn wer karnevalistischen Turniertanz betreibt, der trainiert nicht nur im Fasching beziehungsweise in der Karnevalszeit, sondern kontinuierlich das ganze Jahr über - und das mehrmals wöchentlich! Karnevalistischer Tanzsport erfordert ein hohes Maß an Sportlichkeit. Konditionelle Fähigkeiten sind ebenso wichtig wie Dehnfähigkeit, Körperbeherrschung und Rhythmusgefühl.

Immer mehr junge Menschen begeistern sich Jahr für Jahr für den außergewöhnlichen Sport. Immer mehr Trainer lassen sich fachlich durch Trainerlizenzen beim Deutschen Sportbund ausbilden. Zum Glück schenken auch immer mehr Menschen den vielen tollen Tänzen, die es auf den Bühnen bundesweit zu sehen gibt, die Anerkennung, die die Tänzer, Trainer und Choreografen verdienen. Die Vielseitigkeit dieser Sportart vereint die unterschiedlichsten Tanzstile und Bewegungsformen wie klassisches Ballett, mitteleuropäische Folklore, Revuetanz, Jazz- und Modern-Dance, Hip Hop, Aerobic sowie Bodenturnen und Sportakrobatik.

In Schwabach haben sich zwei Vereine diesem Sport verschrieben. Einer davon ist seit mittlerweile sieben Jahren die DJK Schwabach. Dort gründete Florian Zink mit Unterstützung des Vereins und damals zwei Tanzmariechen eine eigene Sportabteilung. Mittlerweile gibt es über 70 Tänzer und Tänzerinnen zwischen vier und 27 Jahren, wobei Florian Zink als Ältester nicht nur als Cheftrainer fungiert, sondern nunmehr seit über 20 Jahren selbst als aktiver Tänzer am Wettkampf teilnimmt. Erst vor Kurzem konnte er bei den Deutschen Meisterschaften den Titel im Schautanz erringen.

Sein Wissen und Können vermittelt er fünf Mal wöchentlich weiter an die Aktiven bei der DJK Schwabach. Bisher ausschließlich an Kinder und Jugendliche. Nach sieben Jahren intensiver Aufbauarbeit ist es jetzt endlich möglich, auch die dritte und letzte Altersklasse im Verein zu integrieren. Aus den Kindern der ersten Jugendgarde sind nun junge, "fast" erwachsene Damen und Herren geworden, die ab sofort als sogenannte Ü15-Garde Verstärkung suchen.

'Auch die Ü15-Garde

Auch die "Ü15-Garde" der DJK Schwabach sucht die Herausforderung im Wettkampf und deshalb Verstärkung. Foto: oh

Stets ehrgeizige Ziele

"Zwölf sind wir schon", berichtet der erfolgreiche Tänzer und Trainer Florian Zink. Wer seinen Ehrgeiz kennt, weiß aber auch, dass die Teilnahme an einer Bezirksmeisterschaft nur das unterste Maß darstellt. Seine Ziele richten sich immer auf die Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft aus, die er oft erreicht hat. Erfolgreichstes Aushängeschild ist neben ihm selbst die 3-malige Deutsche Meisterin Liana Wolf als Tanzmariechen. Wer die Ü15-Mannschaft verstärken will, der kann sich umgehend melden. Gesucht werden talentierte junge Menschen, möglichst mit Tanz- beziehungsweise Turniererfahrung. Natürlich dürfen sich auch Neulinge in diesem Tanzsport melden, denn die DJK Schwabach bildet in allen Tanzdisziplinen und Altersklassen aus.

Kontakt über Cheftrainer Florian Zink, Tel.: (09122) 86585

 
24. März 2013

 
Hattrick ist perfekt (Schwabacher Tagblatt, 12.03.13)

Hattrick ist perfekt

Liana Wolf zum dritten Mal deutsche Meisterin

SCHWABACH - Liana Wolf wurde am Samstag zum dritten Mal Deutsche Meisterin. Diesmal allerdings in ihrer ersten Saison in der Altersklasse der Juniorinnen (Jahrgang 1998 bis 2001). Das Tanzmariechen der DJK Schwabach ist elf Jahre alt und damit wohl die jüngste Deutsche Meisterin in dieser Altersklasse.

Es war der erwartete Zweikampf mit der bis gestern in dieser Altersklasse amtierenden Deutschen Meisterin Vanessa Baranowsky, den Liana mit der unliebsamen Startnummer Eins von insgesamt 15 startberechtigten Tanzmariechen für sich entschied.

Vanessa Baranowsky hatte die Startnummer Zwei und wurde Deutsche Vizemeisterin; es fand demnach ein direkter Vergleich statt.

Vanessa Baranowsky verabschiedete sich mit dem zweiten Platz aus dieser Altersklasse und steigt altersgemäß in die Hauptklasse auf - es gewann also die jüngste Teilnehmerin gegen die älteste.

Die entthronte Titelträgerin hat bis dahin die Juniorenklasse als 2-malige Deutsche Meisterin ganz klar dominiert. Insgesamt waren in dieser Saison 303 Juniorentanzmariechen zu den Qualifikationskämpfen für die Deutsche Meisterschaft angetreten.

Ausführlicher Bericht über die Deutschen Meisterschaften, an denen auch noch Trainer Florian Zink als Frontmann mit der weiblichen Garde des KC Röttenbach in der Disziplin Schautanz den Titel holte, und das Tanzpaar der DJK Schwabach Nadine Binder & Roman Wist am Start war, folgt.

Liana Wolf Bereits zum dritten Mal die Nummer Eins - auch in der Altersklasse der Juniorinnen tanzte sich Liana Wolf zur Deutschen Meisterin. Foto: oh
 
 
19. März 2013

 
Süddeutsche Meisterschaft der Junioren (Schwabacher Tagblatt, 09.03.13)

Liana Wolf reist nicht alleine zur "Deutschen"

Auch Tanzpaar Nadine Binder & Roman Wist sind vertreten

SCHWABACH - Das Juniorenteam der Tanzsportabteilung der DJK Schwabach reiste hoffnungsvoll zur Süddeutschen Meisterschaft in die neu gestaltete Hofer Freiheitshalle. Qualifiziert hatte sich die Garde im Marschtanz, Tanzmariechen Ariola Berisa und das Tanzpaar Nadine Binder & Roman Wist.

Die Deutsche Meisterin Liana Wolf durfte an diesem Turnier nur als Gardemädchen starten, da sie als Titelverteidigerin automatisch für die deutsche Meisterschaft qualifiziert ist.

Das Tanzpaar Nadine Binder und Roman Wist freute sich über die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft. Das Tanzpaar Nadine Binder und Roman Wist freute sich über die Qualifikation zur deutschen Meisterschaft. Foto: oh

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Bundes Deutscher Karneval und der festlichen Zeremonie der deutschen Nationalhymne stellten sich 15 Tanzpaare der Jury, die ausnahmslos von norddeutschen Juroren besetzt war.

Neun Tanzpaare kamen aus Franken. Wieder ein Beweis, dass diese Region im Karnevalistischen Tanzsport mit führend ist. Erstmals dabei war das Tanzpaar Binder/Wist. Beide sind seit über sechs Jahren in der DJK Schwabach und damit schon relativ turniererfahren.

Ärger und Freude

Entsprechend wirkte ihr routinierter Auftritt, der laut Trainer Florian Zink ihr bester in dieser Saison war. Die Bewertung entsprach allerdings nicht dem Gezeigten. Dennoch reichte es für Beide, und sie konnten sich als Fünfte des Turniers für die Teilnahme an der "Deutschen" qualifizieren. Ärgerlich reagierte die Fangemeinschaft, da ein Platz unter den ersten Drei verdient gewesen wäre. Dennoch war die Freude darüber groß, dass Tanzmariechen Liana Wolf diesmal nicht alleine zur "Deutschen" fahren muss.

Als nächstes waren 19 Tanzsportgarden aufgerufen. Die DJK startete erst im letzten Drittel, so dass genügend Zeit für das Tanzpaar verblieb, sich etwas zu erholen und umzuziehen. Sieben Garden sollten weiterkommen, und die Schwabacher waren laut ihrer Durchschnittspunktewertung der laufenden Saison auf Platz 12 gesetzt. Nachdem die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, gaben die Tänzer und Tänzerinnen alles und lieferten eine sehr gelungene Performance ab.

Um vier Plätze nach vorne

Nur drei aller Garden konnten ihre Punktenorm erreichen beziehungsweise übertreffen und die Truppe aus der Huttersbühlstraße gehörte dazu. Vier Plätze schob man sich nach vorne, aber letztlich blieb der undankbarste aller Plätze, in diesem Fall Platz acht. Drei Pünktchen fehlten am Ende zur Quali. Florian Zink war trotzdem sehr zufrieden, denn zur Top Zehn in Süddeutschland zu gehören, ist in dieser Sportart außerordentlich anerkennenswert.

Nach der Mittagspause machten sich dann 23 Mariechen bereit, ihr Bestes zu geben. Berechtigte Hoffungsträgerin aus Schwabacher Sicht war Ariola Berisa, die Fränkische Vizemeisterin. Es gab im Vorfeld eigentlich keinerlei Zweifel, dass die zuverlässige und trainingseifrige Tänzerin zum Favoritenkreis gehört.

Aber erstens kommt es anders als man denkt und zweitens gibt es Grippen, die den Körper schwächen und dann nicht die Leistung abrufen lassen, die eigentlich "normal" wäre. Ariola begann sicher und überzeugend mit spürbarem Siegeswillen, der in der zweiten Hälfte des Tanzes drastisch der Gesundheit zum Opfer fiel. So konnte sie ihre spektakulärsten Elemente nicht mehr umsetzen. Es schlichen sich Fehler ein, die das Mädchen ansonsten nie macht.

Aufgeschobener Wunsch

Nur Platz neun hieß es am Schluss. Eine achtbare Platzierung zwar, aber für Spitzensportlerinnen wie Ariola ein fatales Saisonende. Der Wunsch, zusammen mit Liana Wolf auf der Deutschen starten zu dürfen, muss um ein Jahr verschoben werden.

Die Deutsche Meisterschaft findet schon am heutigen Samstag statt. Austragungsort wird erstmals eine als Tennisstadion konzipierte Veranstaltungsstätte in Halle (Westfalen) sein. Das Gerry-Weber-Stadion verfügt über ein zweiteiliges, in 88 Sekunden schließbares Dach mit einer Besucherkapazität von rund 12300 Personen. Die Veranstaltung ist ausverkauft.

9. März 2013

 
Fränk. Meisterschaft der Jugend (Schwabacher Tagblatt, 06.03.13)

Schluss mit Lustig

Nach dem Fasching geht es um die Titel

SCHWABACH - Die regionalen Meisterschaften im Karnevalistischen Tanzsport werden traditionell erst nach den närrischen Tagen des Faschings abgeschlossen. Für die letzte der drei Altersgruppen veranstaltete der Fastnachtsverband Franken die Fränkischen Meisterschaften der Jugend (Jahrgänge 2002 bis 2007) in Veitshöchheim.

Natürlich durfte dabei auch die Jugendgarde der DJK mit ihrem Tanzmariechen Jana Kunz nicht fehlen, um die Schwabacher Farben würdig zu vertreten.

Siegerehrungen im Karnevalistischen Tanzsport bieten stets farbenprächtige Bilder. Auch bei der Fränkischen Meisterschaft glänzte nicht nur die Garde der DJK Schwabach (auf dem Siegerpodest rechts). Siegerehrungen im Karnevalistischen Tanzsport bieten stets farbenprächtige Bilder. Auch bei der Fränkischen Meisterschaft glänzte nicht nur die Garde der DJK Schwabach (auf dem Siegerpodest rechts). Foto: oh

Mit der im Frühjahr vergangenen Jahres neu formierten Jugendgarde - die älteren Tänzerinnen und Tänzer waren zu den Junioren gewechselt - erwartete die Tanzsportabteilung in dieser Saison noch keine nennenswerten sportlichen Erfolge. Diese Auffassung wurde aber schon bei den Mittelfränkischen Meisterschaften durch die fleißigen Mädchen widerlegt, denn sie holten unerwartet den Vizetitel im Marschtanz. Auch Jana Kunz war mit einem vierten Rang von 20 Tanzmariechen überaus erfolgreich.

In der laufenden Turniersaison ergatterten die Kinder mehrere Treppchenplätze. Bei einem Turnier in Esslingen gelang sogar die Qualifikation zur Teilnahme an den Süddeutschen Meisterschaften.

Man war also gespannt, wie sich die Schwabacher im gewohnt stark besetzten Teilnehmerfeld bei den Fränkischen Meisterschaften präsentieren werden. Und sie taten es nicht nur werbewirksam, sondern sportlich famos. Die Jugendgarde belegte den dritten Platz von insgesamt 19 Garden. Vor ihr lagen nur die Buchnesia aus Nürnberg und der Coburger Mohr als Titelträger.

In unbekannten Sphären

Für Jana Kunz galt es, weiterhin Turniererfahrung zu sammeln, so glaubten zumindest die Verantwortlichen. Die Zehnjährige dachte allerdings ganz anders und ging dermaßen überzeugend mit einer herrlichen Ausstrahlung ans Werk, dass die Juroren die fehlerlose Leistung mit einer bis dato für Jana unbekannten Punktezahl auszeichneten. 441 Zähler waren ihre Wertung und bedeuteten am Ende ebenso wie für die Garde den Titel der 3. Fränkischen Meisterin. Ein fantastischer Platz, war doch immerhin die riesige Anzahl von 41 Tanzmariechen am Start.

Leider wurde dieser Erfolg nicht mit einer Qualifikation zur Süddeutschen gewürdigt. Diese erhielt ordnungsgemäß die Zweitplatzierte. Bei der Siegerehrung spielte dies für Jana jedoch keine Rolle mehr; zu groß war die Freude über den ersten Pokal.

6. März 2013